Social networking 2.1

29.08.2010

Ich kann nur empfehlen, mir auf Twitter zu folgen. Bisher habe ich exakt null Beiträge (sog. Tweeds) verfasst, und es werden auf absehbare Zeit auch nicht mehr. Ideal für alle, die im Web2.0 mal ihre Ruhe haben wollen.
twitter.com/licetbovi

Der Verkehrskasper kommt

06.08.2010

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Heute fand in Hamburg wieder eine als “Critical Mass” bezeichnete Fahrraddemo statt.
Das Großaufgebot nicht von M. Batz blau illuminierter Polizeifahrzeuge aller Führerscheinklassen, die tatütend und tatatend kreuz und quer durch Altona und St. Pauli gurkten, hatte natürlich rein gar nichts damit zu tun.
Einer fragenden Anwohnerin wurde die Sperrung der Bleicherstraße durch mehrere Mannschaftswagen und zahlreiche Polizist_innen mit einer “Großkontrolle” begründet – “nein, keine Demo”. Die Radfahrer_innen seien wegen “Fahrens gegen die Einbahnstraße” gestoppt worden. Möglicherweise wollten die Angestellten des Herrn Ahlhaus dessen gerade laufende Charme-Offensive torpedieren. Oder man geht – wohl nicht zu Unrecht – davon aus, das A. in St.Pauli ohnehin keinen Blumentopf gewinnen kann. Zahlreiche Anwohner_innen und Schaulustige kommentierten das martialische Bemühen um Verkehrssicherheit jedenfalls bestenfalls höhnisch.
Die Bleicherstraße ist für den Radverkehr übrigens in beide Richtungen freigegeben.

(…) kommt manchmal etwas härter, steifer und vielleicht nicht so locker rüber

05.08.2010

Die Charme-Offensive des Christoph Ahlhaus findet heute mal in der Mopo statt, und ich frage mich schon ein wenig, ob die Stilblüten und sich aufdrängenden Zoten vom Autor Mathis Neuburger in subversiver Absicht in den Artikel geschmuggelt wurden.
Weil politische Themen dem Kandidaten, der sich bekanntlich vor allem – härter, steifer – als Haudruff-Innenpolitiker hervorgetan hat, wohl eher schaden würden, hält man sich fast ausschließlich an’s Private. Das ist nun dummerweise auch politisch, wie wir seit Ende der 1960erjahre wissen – aber ‘68 dürfte bei A. (Jahrgang 1969) ohnehin ohne Wirkung geblieben sein.
Ohne näher auf diesen Artikel eingehen zu wollen, der im ganzen schmierig und klebrig ist wie ein – sagenwirmal – blutbeschmierter Tonfa, bleibt für mich das Bild eines stockkonservativen Opportunisten, der mal in einer WG gewohnt hat.
Da bin ich mit der Freundin von Ahlhaus Frau einig: Das ist nicht mein Typ.
Für zwei Missgriffe möchte ich aber der Mopo explizit auf die Boulevard-Finger klopfen:
Es heißt ganz entschieden nicht Badenser, sondern Badener.
Und: spart euch künftig gefälligst das “nach-neun-Jahren-wieder-eine-First-Lady”-Gewäsch.
Das ist strunzdumm-heteronormativ, wenn nicht latent homophob.

http://www.mopo.de/2010/20100806/hamburg/politik/frueher_war_ich_wohl_ein_spiesser.html

Aus der Warenwelt I

01.07.2010

Texte auf Toilettenpapierpackungen gehören normalerweise nicht zu meiner bevorzugten Lektüre. Heute allerdings habe ich zufällig doch mal einen Blick darauf geworfen und festgestellt, dass es das von mir verwendete Produkt auch in einer “Deluxe”-Edition gibt.
Nun weiß ich ja, was vom Kapitalismus im Allgemeinen und dem von ihm hervorgebrachten Werbesprech im Besonderen zu halten ist, aber echt, ey: Klopapier deluxe – das ist doch für’n Arsch!

Wunderbare Welt der Damenmode

12.06.2010

Heute in Ottensen gesehen: Nylonstrümpfe im Krampfader-Design.
Wem’s gefällt…

Michel lässt das Leuchten nicht

10.06.2010

Statt endlich mal einen Deutsch-Kurs zu besuchen, dilettiert der notorische Leichtkünstler und Lämpchenschrauber Michael Batz wieder im großen Maßstab.

Mangels frischer Ideen reproduziert er seine “blue port” benannte Geschmacklosigkeit von 2008, bei der die Touristenpiste längs der Elbe mit Lampen in nicht aufeinander abgestimmten Blautönen beleuchtet wird.

‘”Die Illumination (…) bietet allen Besuchern die Chance, das Herz der Stadt in einer völlig neuen Perspektive zu erleben”, sagt Batz’ laut Hamburger Abendblatt, das selbst ja auch öfter mal mit der deutschen Sprache ringt.

In welcher Perspektive Batz lebt möchte man gar nicht wissen, schon eher, warum man ihn da überhaupt ‘raus lässt.

Die “Hamburg Cruise Days”, in deren Rahmen das unwürdige Spektakel veranstaltet wird, verantwortet übrigens die Hamburg Marketing GmbH, jene stadteigene Firma, zu deren Finanzierung mal die Hamburger Filmförderung auf die Hälfte zusammen gestrichen werden sollte, wenn ich mich recht entsinne.

Da fragt man sich doch, wie viele Kunsthallen geschlossen und wie viele Harz IV-Empfänger_innen erwürgt werden müssen, damit die Köhlbrandbrücke so aussehen kann wie ein fixerfeindliches Bahnhofsklo.

Wer wie ich den Impuls verspürt, die blauen Birnen ein wenig zu verschatten, findet hier eine Vorlage zum Ausdrucken und Aufkleben.

Kleiner Verbalradikalismus zum Wochenende

28.05.2010

Man sollte den Freiherrn von Beust vielleicht mal handfest daran erinnern, wie es seinen Standesgenossen in Frankreich ergangen ist, als sie Ende des 18 Jahrhunderts den Hals nicht voll gekriegt haben.

Dass die gegenwärtige Misere keine vom Himmel gefallene Naturkatastrophe ist, sondern eine Folge der seit Jahrzehnten mit zunehmender Dreistigkeit betriebenen Umverteilung von wenig Besitzenden zum Großkapital, wird in des Freiherrn Äußerung implizit ja schon angedeutet.

Für die Äußerung ’”Es gibt keine Tabus.” Selbst Senatorengehälter könnten gekürzt werden.’ (Finanzsenator Carsten Frigge (CDU) laut Mopo) muss man in ihrer entwaffnenden Aufrichtigkeit geradezu dankbar sein.

Der Mopo dankbar in ich für ihren pragmatischen und bürgerfreundlichen Vorschlag, der hoffentlich in Bälde umgesetzt wird:

“Um so viel Geld einzunehmen, wie jetzt jährlich gespart werden soll, (…) [könnte] der Senat 75 Prozent der Polizei abbauen.”
Hamburger Morgenpost: Hamburg muss sparen, bis es weh tut!

Weltbild

05.11.2009

Sagt mal, “Fotoexperten” des Hamburger Abendblatts, kann das sein, dass euer Bild von unserer Welt etwas eingeschränkt ist?

WeltInBildern

(non) olet

02.09.2009

Vielleicht habe ich es dem einen oder der anderen gegenüber schon mal erwähnt, dass ich “gelb” bei einem WC-Reiniger für eine nicht vollkommen durchdachte Farbwahl halte.
Ein entsprechendes Produkt der Firma “Frosch” ist selbstverständlich gelb, und laut Slebstbezichtigung auf dem Ettiket verströmt es Zitrusduft.

Dass es im frisch angewendeten Zustand stattdessen leicht nach Minze riecht, nach einer gewissen Zeit aber tatsächlich und wunderbarer Weise nach nichts Anderem als einem seit langem nicht mehr geputzten Klo – das deucht mich doch in der Tat ein Höhepunkt zeitgenössischen Duftdesigns!

Die neuen Viren sind da!

01.05.2009

Klingeling, wichtige Durchsage:

alles, was Sie über die neue In-Seuche Schweinegrippe wissen müssen, finden Sie überall, nur nicht hier!

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